Barcelona ist das neue Madrid! Spätestens seit den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona entwickelt sich die Stadt mehr und mehr zum ersten Anlaufpunkt für Besucher des spanischen Festlands. So zählten die Hotels in Barcelona im Jahre 2010 etwa 14 Millionen Übernachtungen und ist damit auf Augenhöhe mit der Hauptstadt Madrid. Das liegt vor allem an den einzigartigen Sehenswürdigkeiten der Stadt, die durch Künstler wie Dalí und Gaudí in Barcelona ihr zu Hause gefunden haben.
Wie bereits erwähnt wurde der Grundstein 1992 mit den Olympischen Spielen gelegt, da sich die Stadt von einer Industriestadt in eine Service- und Touristenstadt entwickelte, um dem Besucheransturm gerecht zu werden. Im Gegensatz zu anderen Städten konnte Barcelona die Aufmerksamkeit aufrechterhalten und entwickelte sich immer weiter. Die großartige Lage und Erreichbarkeit machen die Stadt und ihren Reichtum an Kultur und Attraktionen immer beliebter. Nicht zuletzt der berühmte FC Barcelona leistet seinen Anteil, das Stadion Camp Nou ist einer der am meisten besuchten Orte Spaniens.
Unabhängig von den Sehenswürdigkeiten ist es auch die katalanische Kultur, die Besucher Barcelonas fasziniert. Die autonome Region hat sich im steten Wettkampf mit Madrid und trotz der Unterdrückung durch Franco seine Kultur erhalten und ist stolz auf ihre Eigenartigkeit.
Zusätzlich kann man von Barcelona aus viele weitere Ziele in Spanien ansteuern. Ein kulturelles Highlight in Barcelonas Nähe ist das Kloster Montserrat, weitere großartige Ausflugsziele finden sich weiter entlang der Mittelmeerküste in Valencia. Neben kulturellen Highlights sind es auch die beliebten Urlaubsorte Lloret de Mar und die balearischen Inseln, die von Barcelona aus gut erreichbar sind. Aber wir möchten nicht zu viel vorwegnehmen, auf den folgenden Seiten finden Sie viele Informationen zu Ausflugszielen in Barcelona und in der Umgebung. Das beste Bild macht man sich natürlich, wenn man selber nach Barcelona reist.
Das Aushängeschild der Stadt, Antoni Gaudí, hat mit seinen berühmten Häusern und architektonischen Bauwerken einen großen Teil dazu beigetragen, dass Barcelona an der Costa Brava eine solche Beliebtheit genießt. So strömen unzählige Stadturlauber und Besucher der AIDA Kreuzfahrten, welche oftmals in Barcelona anlegen, zur Sagrada Famila, der wohl originellste Kathedrale der europäischen Kultur und staunen über die modernen Entwürfe und Umsetzungen des Architekten. Doch auch andere Sehenswürdigkeiten in Barcelona wie z.B. Kirchen, Parkanlagen und Plätze spiegeln das Lebensgefühl und die Geschichte der Stadt wieder und lassen eine Barcelona Reise zu einem einzigartigen Erlebnis werden. Sehr beliebt sind auch Kurzreisen nach Barcelona, obwohl es dennoch schwierig wird, Barcelonas kulturelles Angebot im Kurzurlaub voll wahrzunehmen.
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Die mit Abstand berühmteste Kirche Barcelonas ist die Sagrada Família. Der offizielle Name ist Temple Expiatori de la Sagrada Família , was übersetzt Sühnetempel der Heiligen Familie bedeutet. Im eigentlichen Sinne handelt es sich nicht um eine Kirche, sondern es ist ein riesiges Bauvorhaben des vergangenen 19. Jahrhundert.
1883 übernahm der katalanische Baumeister Antonio Gaudí die Leitung und Planung des Kirchenbaus und blieb bis zu seinem Tod im Jahre 1926 aktiv an der Gestaltung des Projektes. Dabei spielte die Natur eine Schlüsselrolle bei seiner Inspiration: Die Säulen im Inneren der Kathedrale beispielsweise ähneln Baumstämmen, die nach oben hin schmäler werden und zu dicken Ästen verzweigen, die die Baumkrone halten. Er ließ permanent inspirieren und änderte seine Baupläne ständig. Der ursprüngliche Plan Gaudís besagte, dass er innerhalb von 15 Jahren den Bau der Sagrada Familia abschließen wollte. Jedoch ist bis heute die Kirche nicht fertig gestellt. Der Weiterbau der Kirche wurde seither mit Spenden und Eintrittsgeldern finanziert. Daher kommt es, dass nach seinem Tod keine nennenswerten Pläne zur Fertigstellung der Kirche vorhanden waren.
Wer Urlaub in Barcelona , Europareise oder auch nur eine Städtereise nach Barcelona macht, sollte sich die Sagrada Familia keinesfalls entgehen lassen. Gegen ein Eintrittsgeld von 6 Euro darf man das Gelände der Kathedrale betreten. Zwar ist auf der Bodenebene seit Jahren eine riesige Baustelle, doch erleben Besucher dies als Möglichkeit, beim Bau der Kirche hautnah dabei zu sein. Beeindruckenswert ist die Mosaikmauer - aus kleinen Steinchen zusammengesetzt soll sie irgendwann eine riesige Glasfassade zieren. Wen Größe beeindruckt, der sollte die Türme der Kirche besteigen. Eine schmale Wendeltreppe führt im Inneren der Türme nach oben. Doch wer diesen Anstieg gewagt hat, wird mit der unbeschreibbaren Aussicht über ganz Barcelona belohnt.
Die Kirche wurde zwischen 1329 und 1383 erbaut, also in der Blütezeit der katalonischen Vorherrschaft im Mittelmeerraum. So könnte man meinen, dass Santa Maria del Mar mit prunkvollen Verziehrungen aus Gold besticht. Doch die Kirche im Viertel La Ribera besticht mit ihrer Schlichtheit und vermittelt dennoch eine Großzügigkeit und Erhabenheit. Vor allem Zeit für Meditation und Ruhe findet sich in der Kirche. Der dreischiffige gotische Bau besitzt keinen Querbau. Die Glasfenster sind das einzige Mittel, um Farbe und Kunst in das große Gebäude zu bringen. Die riesige Fensterrosette über dem Hauptportal fällt dabei am meisten ins Auge. Die Kirche Santa María del Mar befindet sich im südöstlichen Teil des Altstadtviertels. Von der Metrostation Jaume I oder vom Picasso-Museum aus erreicht man sie in wenigen Minuten. Sie ist täglich von 9-13:30 Uhr und 16:30-20:00 Uhr geöffnet, der Eintritt in die Kirche ist kostenlos.
"Heiliges Herz" bedeutet der Titel der Kirche im Katalanischen. In verschiedenen Bauabschnitten wurde sie zwischen 1902 und 1961 erbaut. Vorbild hierfür war die Pariser Kirche Sacré-Cour auf dem Montmartre in Paris. Archtiekt Enric Sagnier empfand dem neugotischen Stil nach und krönte die Kirche mit einer riesigen bronzenen Christusstatue, die mit ausgestreckten Armen auf das Meer und die Stadt schaut. Eigentlich hatte man zwei Kirchen übereinander gebaut: Über dem Kirchenraum im Erdgeschoss befindet sich die runde Basilika. Sagrat Cor ist unübersehbar: In mehr als 500 Metern Höhe überragt sie Barcelona auf dem Tibidabo. Mit der Seilbahn (Funicular de Tibidabo) kann der Berg bestiegen werden und bietet jedem Besucher einen atemberaubenden Ausblick über die Stadt. Am Abend wird die Kirche schön erleuchtet.
Der Eintritt für die Besichtigung ist kostenlos, lediglich die Kosten für die Fahrt mit der Seilbahn fallen zu Buche.
Nördlich der Landzunge La Barceloneta befindet sich der ca. 30 Hektar große Parc de la Ciutadella (Zitadellenpark). Der Name des Parks lässt sich auf eine Festung zurückführen, die Philipp V 1715 errichten ließ, nachdem er Barcelona erobert hatte. Im Jahre 1878 wurde an der Stelle der Zitadelle ein Park angelegt - bereits zehn Jahre später fand auf dem Gelände die erste Weltausstellung statt. Dabei diente das nördlichste Siegestor (Arc de Triomf) als Eingangsportal.
Heutzutage finden Besucher bei einem Lastminute Urlaub dort einen der schönsten Parks in Barcelona . Mit einer Mischung aus Erholung und Besichtigen lädt der Parc de la Ciutadella zum Verweilen ein. Man kann ihn entweder im Westen oder im Norden betreten. Es empfiehlt sich also, mit Metro zur Station Arc de Triomf zu fahren und den faszinierenden Triumphbogen zu besichtigen. Anschließend kann man am Nordeingang in den Park. Dort trifft man gleich auf das zoologische Museum. Der Bau erinnert sehr an die Prachtbauten der Renaissance. Wenige Meter davon entfernt erwartet einen eine bombastische Wasserfall-Kaskade, die mit den unterschiedlichsten Tierfiguren verziert ist und schöne Wasserspielchen bietet.
Atemberaubend und faszinierend präsentieren sich im Parc Güell die Meisterleistungen von Antoni Gaudi, verbunden mit einer liebevoll angelegten Parkanlage. Mit dem unbeschreibbaren Panoramablick über Barcelona werden die Anstrengungen des hügeligen Parks belohnt. Der Park ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt, dementsprechend drängen sich die Touristenmassen in dem Park. Aufgrund des weitläufigen Terrains findet man dort dennoch Zeit zum Entspannen. Allerdings braucht man auch gutes Reisewetter, um den Park von seiner schönsten Seite genießen zu können.
Der Parc Güell bildet eine Auftragsarbeit des Großindustriellen Eusebi Güell. Sie wurde zwischen 1900 und 1914 angelegt. Ursprünglich war der Park eigentlich als große Siedlung mit Gartenanlage geplant. Antoni Gaudí konnte in diesem Park seiner Kreativität freien Lauf lassen. Er selbst lebte eine Zeitlang im Parc Güell; in seinem Wohnhaus befindet sich heute ein kleines Museum. Am Eingangstor des Parks wartet das witzig verschnörkelte Wachhaus auf seine Besucher. Vom Eingangsbereich aus führt eine doppelläufige Treppe zur Säulenhalle hinauf. Die breiten Säulen stützen die Gewölbedecke, die an der einen oder anderen Stelle mit wunderschönen, farbenprächtigen Mosaiken verziert ist. Von dort aus geht es zu der wellenförmigen Aussichtsplattform. Gerne geben wir Ihnen weitere Reiseauskunft über die vielen Sehenswürdigkeiten und Freitzeitangebote in Barcelona.
Der Parc Güell bietet jedoch viel mehr als die verschnörkelte Häuschen, Mosaike, Säulenhalle, Treppe und die Aussichtsplattform. Neben diesen kunstvollen Gebilden zeigt der Park seine natürliche Schönheit mit seinen Hügeln und Pflanzenanlagen und lädt zum Verweilen ein.
Der Plaça de Sant Jaume ist der traditionellste Platz in Barcelona. Als Barcelona vor mehr als 2.000 Jahren eine Römerstadt war, bildete er das Zentrum der Stadt. Heute bildet der Platz das politische Zentrum Barcelonas und Kataloniens.
Zwei markante Gebäude (jeweils auf der nördlichen und südlichen Seite) fassen den Platz ein: An der nördlichen Seite befindet sich der Palau de la Generalitat. In diesem Staatspalast sitzt die unabhängige Regierung Kataloniens. Das Gebäude ist ca. 500 Jahre alt. Durch seine prachtvolle Bauweise, wird es oft mit dem katalanischen Stolz gleichgesetzt. In der Mitte befindet sich eine mächtige Kuppel, mit einem schön geschmückten Kuppelsaal darunter.
Auf der Südseite des Platzes, befindet sich das Ajuntament. Dabei handelt es sich um das Rathaus von Barcelona. Führungen sowohl für das Rathaus als auch für den Parlamentspalast gibt es unregelmäßig an Wochenenden.
Unscheinbar, aber dennoch sehr schön wirkt der Plaça del Rei, der sich im alten Stadtkern befindet. Der Platz des Königs (Plaça del Rei) gewinnt seine Schönheit sowohl durch seine Abgeschiedenheit als auch durch sein Ambiente. Durch mittelalterliche Gebäude geschützt ist er ein wahres Idyll in der Großstadt und wird nur selten von Touristen gefunden. An Wochenendnächten treffen sich Katalonier, um zu traditioneller Musik Volkstänze aufzuführen.
Der Plaça d'Espanya wurde 1715 im Zuge des Bauvorhabens der nicht weit entfernten Zitadelle gestaltet. An seiner alten Stelle fanden vorher öffentliche Hängungen statt. 1915 wurde er designed und für die Weltausstellung 1929 fertig gestellt. Umzingelt von sechs breiten Schnellstraßen befindet sich der Plaça d'Espanya, einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte von Barcelona. In der Mitte des Platzes befindet sich das Denkmal España Ofrecida a Dios, zu Deutsch: das Gott geweihte Spanien. Ergänzt von den beiden Türmen auf der Südseite, die ein riesiges Portal bilden, schindet dieser Platz in Barcelona Eindruck auf seine Besucher. Besonderes Highlight bildet der riesige Brunnen im Zentrum, der an bestimmten Tagen der Woche nachts beleuchtet wird und mit Musik untermalt wird.
Von den zahlreichen Häusern, die Antoni Gaudí konstruiert hat, ist das Casa Milà heute das berühmteste. Es befindet sich auf dem Passeig de Gràcia im Stadtviertel Exeimple. Das Haus wurde zwischen 1906 bis 1910 als eines der letzten Bauwerke Gaudís erbaut. Im Volksmund wird das Casa Milà nur Pedrera (übersetzt Steinbruch) genannt: Von außen fällt die geschwungene, wellenförmige Fassade auf, die den Eindruck erweckt, als sei sie direkt aus einem riesigen Felsen heraus gemeißelt worden. Zwei Lichtschächte zieren das Innere des Gebäudes, um die sich die Appartements herum gruppieren. Man hat die Möglichkeit, das Haus zu besichtigen. Hierzu fährt man mit dem Aufzug in die zweitoberste Etage, wo man eine über 100 Jahre alte, komplett eingerichtete Wohnung besichtigen kann. Der Höhepunkt der Casa Milà Besichtigung ist die Dachterrasse mit ihren skurrilen Schornsteinen. Außerdem ist noch ein kleines Gaudí-Museum zu besichtigen, die die Lebensgeschichte des berühmten Künstlers mit zahlreichen kleinen Werken und Ausstellungen zeigt.
Für den Besuch des Casa Milà ist von Montag bis Freitag zwischen 10-20 Uhr möglich und man muss man 1-2 Stunden einrechnen. Der Eintritt beträgt 6 Euro.
Das Casa Battló kann man nur von außen besichtigen. Dieses Haus wurde von dem Textilfabrikanten Battló in den Jahren 1904-1906 zum Auftrag gegeben, um von Antoni Gaudí an den modernisme-Stil angepasst zu werden. Auf den ersten Blick erinnert die Fassade an ein Skellett: Die Balkongeländer und die Säulen sehen aus wie Knochen. An der Hauswand zieren glitzernde Mosaiksteine.
Ein Ausflug übers Wochenende lohnt sich in jeden Fall um vom Schnellleben der Hautptstadt Kataloniens Abstand zu gewinnen. Zahlreiche Unterkünfte wie z.B. ein Landhotel Mallorca stehen Ihnen auf der Insel zur Verfügung. Bei einem Wochenendausflug auf die Balearen können Sie außerdem auch die Sehenswürdigkeiten auf Mallorca erkunden.

Der Reise- und Kulturbuchautor Andreas Drouve erzählt auf interessante und kritische Weise wöchentlich von seinem Leben in Spanien.

Lernen sie vor Ort Spanisch zu sprechen, indem Sie einen Sprachaufenthalt in einem spanischsprachigen Land unternehmen.